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Lieblingsessen

Kokospraline, Mozartkugel
Ich kann nicht häkeln. Sticken, klöppeln oder Nähen geht noch weniger. Also beglücke ich meine Liebsten gern mit Selbstgemachtem aus der Küche. Heuer gibt’s Pralinen. Und, ehrlich, sie sind gar nicht übel geworden.
Dank eines ganz hervorragenden Rezepts vom Schokohimmel (danke dafür!). Und dank der tatkräftigen Hilfe meiner Kinder. Denn diese Pralinen gehen so leicht, dass auch schon Dreijährige mitmachen können.
Mal sehen, was O……. äh, also die Beschenkten so sagen werden.
Frohes Fest!

Apfelsaft vom Bühlerhof

Seit Ewigkeiten bin ich nicht mehr zum Bloggen gekommen. Der Grund: Arbeitarbeitkinderkinderarbeit – und dann immerhin: Uuuuuuuurlaub. Aus dem Urlaub hab ich was mitgebracht: Den besten Apfelsaft der Welt. Begegnet bin ich ihm zum ersten Mal im netten Agriturismo Nai nicht weit von Tremosine an der Westseite des Gardasees.

Lombardei Hier kann man – auch mit Kindern – entspannt zu Abend essen. (Streicheltiere und Kinderspielplatz!!) – Wer mal dort sein sollte: Unbedingt den selbstgemachten Ziegenkäse probieren.

Und dann gab es da eben auch den Bergapfelsaft vom Bühlerhof, der ein Stück weiter nördlich liegt, in Unterinn bei Bozen. Aber vermutlich kennen sich die Agriturismo-Bauern einer Region alle persönlich.

Apfelsaftigst
Zum Geschmack: Naturtrüben Bio-Apfelsaft kennt man – aber der vom Bühler-Hof schmeckt unglaublich intensiv. Wie das Ideal eines Apfelsafts. Apfelsaftiger als Apfelsaft. Vermutlich nehmen sie nur die richtig reifen Äpfel ohne Wurm oder so. Keine Ahnung, wie sie das hinbekommen. Aber wer mal in der Nähe ist, sollte sich so eine Flasche gönnen. Ich werde das nächste Mal bestimmt ein paar Kisten mitbringen…

Stephansdom

Vor über zwanzig Jahren war ich zum ersten Mal in Wien und hab in Floridsdorf gezeltet – seither bin ich oft zurückgekommen. Lieblingsorte und Lieblingsdinge gibts hier viele (genauso wie es wirklich triste Ecken gibt), meistens variieren sie nach Jahreszeit. Für diesen Blog habe ich überlegt, auf was ich in Wien auf keinen Fall verzichten wollen würde.

1. Das Café Prückel
Café Prückel
Klar, es gibt schönere Kaffeehäuser mit Jugendstil-Stuck-Schnick-Schnack, und ja, es gibt welche mit besseren Torten und Kuchen. Aber im Café Prückel kann man einfach ungestört ewig sitzen, die Wiener studieren, ein Buch lesen und ab und an einen Kellner herbeiwinken und sich neuen Kaffee oder ein Rührei bringen lassen. Außerdem gibts hier einen wunderschönen Wurlitzer im Keller, der „Schön ist es auf der Welt zu sein“ spielt. – Und das in Wien!

2. Kaffee in allen Variationen
Kaffee verkehrt und ein Einspänner

In Wien ist es einfach, das gewünschte Koffein-Level zu erreichen. Es gibt viele Varianten vom doppelten Mokka schwarz bis hin zum Kaffee verkehrt (Milch mit mikroskopischen Spuren von Kaffee). Und auch das Kalorien-Level schwankt stark, schließlich gibt es einige Varianten mit geschlagener Sahne. Und Zucker. Und Schnaps. Im Bild: einmal Kaffee verkehrt (links) und ein Einspänner mit Obers, gereicht im Café Sperl.

3. Das Beethovenfries
Kunst gibts in Wien an allen Ecken. Aber die Wiener Secession sticht für mich heraus. Das Beethoven-Fries ist einfach wunderschön – und man kann es so besuchen, wie einen alten Bekannten: einfach kurz hineinschauen und beruhigt sein, dass alles noch da ist.

4. Das Beisl
Wiener Schnitzel

Auf ein Lieblings-Beisl kann ich mich wirklich nicht festlegen. Das hängt davon ab, was man gerade essen mag. Aber der Grünauer serviert die allerbesten Mohn-Palatschinken der Welt und herrliche Weine (daneben auch zahlreiche Innereien, vom gebackenen Hirn bis zur Blunzenterrine oder so). Und das beste Wiener Schnitzel aß ich im Gasthaus zu den 3 Hacken.

5. Radio fm4
So gern ich Wien mag, vieles erscheint mir oft recht, naja, wie sagt man das jetzt charmant? K&K-geprägt? Da tut es gut, dass Radio fm4 der Stadt einen anderen Klanganstrich liefert. Gute Musik, oft eine englischsprachige Moderation, manchmal auch französisch und kritisch-bissige Stimmen wie Grissemann und Stermann, die hier groß geworden sind. Und das Beste: Dieses Stück Wien habe ich auch in München. Denn in weiten Teilen Münchens ist der Sender auch zu empfangen.

War’s das?

Nee, natürlich nicht. Was fehlt: Die Sachertorten & Zuckerbäcker, die Grinzinger Heurigen, Sturm & Grünen Veltliner & Schmalzbrote, ach, überhaupt, die Donau, das Schmetterlingshaus, der Dialekt, die Friedhöfe, die Bachmann – und natürlich: die Wiener selber. 😉

selbstgemachte Fischstäbchen

Selbst gemacht schmecken Fischstäbchen nicht nur Kindern.

Fischstäbchen mit Kartoffelbrei Immer nur Couscous und Gemüse geht meinen Kindern auf die Nerven. Deshalb kochen wir am Samstag das, was sie sich wünschen. Meistens also irgendeine Form von Nudeln mit Fleisch. Aber gestern entschieden sie sich für Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Gurke.

Jahrelang kannte ich diese nur zubereitet von dem netten Käptain mit Rauschebart. Dabei kann man sie sehr leicht selber machen – und erlebt beim Essen ein wahres Erweckungserlebnis.

Zehn Minuten mehr Arbeit

paniertes Fischfilet

Wildlachs eignet sich gut.

Sehr gut eignet sich tiefgekühlter Wildlachs. Den lasse ich antauen und schneide ihn in Streifen, etwa ein Zentimeter breit, vier Zentimeter lang. Fischstäbchenform eben. Die tauche ich nacheinander in Mehl mit nicht zu wenig Salz und einem Hauch Pfeffer, verquirltes Ei und zuletzt Semmelbröseln. Zehn Minuten mehr Arbeit als beim Fertiggericht. Das war’s. Dann brät man sie genauso wie die fertigen Fischstäbchen. Nur dass sie eben viiiiiieeel besser schmecken. Wirklich!

Leon
Das Kochbuch „Leon. Natürlich Fast Food“ lag heuter unterm Weihnachtsbaum – es ist zwar nicht mehr brandaktuell (erschien im Sommer 2011) – aber für uns gut geeignet. Denn mit zwei kleinen, hungrigen Kindern bleibt oft wenig Zeit zum Kochen. Heute hab ich das erste Rezept ausprobiert: Gerstencouscous mit Schaftskäse, Gurke und Granatapfelkernen. Sehr lecker, die Granatapfelkerne verleihen dem (sonst ziemlich normalen) Couscous eine besondere, fruchtige Note. Ich bin schon gespannt, was sich in dem Buch noch so alles findet. Bei Valentinas hat es immerhin das Urteil: „Ein Kochbuch, das zufrieden macht“ erreicht.

Back Camera

Minus fünf Grad und dass um zwölf Uhr Mittags! Zeit für Yotam Ottolenghis „ultimatives Winter-Couscous“ (Mal wieder aus dem Plenty-Kochbuch). Ich wollte das Gericht schon längst mal ausprobieren – aber bei Temperaturen über null Grad war mir nicht nach Couscous mit Kürbis, Kichererbsen, Pastinaken und Karotten. Doch heute passte es. Das besondere an diesem Wintercouscous sind die zahlreichen Gewürze: Ottolenghi würzt nicht nur mit Ingwer, Gelbwurz und Paprika, nein, ganze Anissterne, Zimtstangen und Lorbeerblätter gehören in die Auflaufform. Trotzdem schmeckt das Gericht nicht zu stark nach all den Gewürzen. Besonders gut machen sich die getrockneten Aprikosen darin, die dem Couscous eine fruchtige Note verleihen. Nächstes Mal werde ich die Menge der Früchte verdoppeln. Übrigens, lässt man die Butter weg, ist das Gericht sogar vegan.

Nachtisch per Post

Back Camera

Während ich noch Kürbis klein schnitt, klingelte der Paketbote an der Tür und brachte doch tatsächlich handgemachte Lebkuchen aus dem Fichtelgebirge. Die hatte Gourmetguerilla nämlich letzte Woche verlost – und ich hatte welche gewonnen. Einen besseren Nachtisch hätte ich mir für dieses Winteressen kaum vorstellen können. Ein großes Dankeschön nach Norden!