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Food

Kokospraline, Mozartkugel
Ich kann nicht häkeln. Sticken, klöppeln oder Nähen geht noch weniger. Also beglücke ich meine Liebsten gern mit Selbstgemachtem aus der Küche. Heuer gibt’s Pralinen. Und, ehrlich, sie sind gar nicht übel geworden.
Dank eines ganz hervorragenden Rezepts vom Schokohimmel (danke dafür!). Und dank der tatkräftigen Hilfe meiner Kinder. Denn diese Pralinen gehen so leicht, dass auch schon Dreijährige mitmachen können.
Mal sehen, was O……. äh, also die Beschenkten so sagen werden.
Frohes Fest!

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Apfelsaft vom Bühlerhof

Seit Ewigkeiten bin ich nicht mehr zum Bloggen gekommen. Der Grund: Arbeitarbeitkinderkinderarbeit – und dann immerhin: Uuuuuuuurlaub. Aus dem Urlaub hab ich was mitgebracht: Den besten Apfelsaft der Welt. Begegnet bin ich ihm zum ersten Mal im netten Agriturismo Nai nicht weit von Tremosine an der Westseite des Gardasees.

Lombardei Hier kann man – auch mit Kindern – entspannt zu Abend essen. (Streicheltiere und Kinderspielplatz!!) – Wer mal dort sein sollte: Unbedingt den selbstgemachten Ziegenkäse probieren.

Und dann gab es da eben auch den Bergapfelsaft vom Bühlerhof, der ein Stück weiter nördlich liegt, in Unterinn bei Bozen. Aber vermutlich kennen sich die Agriturismo-Bauern einer Region alle persönlich.

Apfelsaftigst
Zum Geschmack: Naturtrüben Bio-Apfelsaft kennt man – aber der vom Bühler-Hof schmeckt unglaublich intensiv. Wie das Ideal eines Apfelsafts. Apfelsaftiger als Apfelsaft. Vermutlich nehmen sie nur die richtig reifen Äpfel ohne Wurm oder so. Keine Ahnung, wie sie das hinbekommen. Aber wer mal in der Nähe ist, sollte sich so eine Flasche gönnen. Ich werde das nächste Mal bestimmt ein paar Kisten mitbringen…

Vortrag auf der TEDxKonferenz

Bill Yosses, Pastry Chef des Weißen Hauses, erzählt vom Gemüsegarten der Obamas

Vergangenen Samstag, 16. Februar, hat in Manhattan die Konferenz „TEDx Manhattan“ stattgefunden. In diesem Jahr stand sie unter dem Motto „Changing the Way We eat“. Die Referenten stammen aus dem Agrar- und Ernährungsbereich und stellen ihre Ideen, Organisationen und Konzepte vor, mit denen sie versuchen, Ernährungsgewohnheiten zu verbessern. Wie beim großen Bruder, der berühmten TED Konferenz in Kalifornien, kann man sich die Vorträge hier online anschauen. Ich habe in diesem Jahr leider erst ein paar gesehen, aber die haben sich gelohnt.

Von Lebensmittelverschwendung, Wabisabi und Kleingärtnern

Das Event ist in drei Bereiche gegliedert: Inform – Educate – Empower und greift viele Themen auf, die auch in der Ernährungsdiskussion in Deutschland aktuell sind – wie Lebensmittelverschwendung: 40 Prozent der in den USA erzeugten Nahrungsmittel landen auf dem Müll. Mehr darüber erfährt man in Session 2, von Peter Lehner von NRDC. (Ab ca. 50:00) Sehr faszinierend fand ich auch den Vortrag von Tama Matsuoka Wong von MeadowsandMore, die erzählt, wie sie wild wachsende Pflanzen als Nahrungsmittel entdeckte – und was man tun muss, um diese zu erhalten. (Session 1, 1:20) Oder in Session 1, 1:15 – hier stellt Gary Oppenheim seine Organisation ampleharvest.org vor. Wer einen eigenen Garten hat, kennt das Problem: Sind die Äpfel oder Zwetschgen reif, hat man mehr als man essen kann – über Ampleharvest.org können diese Menschen (in den USA) ihre überschüssigen Ernte spenden.

selbstgemachte Fischstäbchen

Selbst gemacht schmecken Fischstäbchen nicht nur Kindern.

Fischstäbchen mit Kartoffelbrei Immer nur Couscous und Gemüse geht meinen Kindern auf die Nerven. Deshalb kochen wir am Samstag das, was sie sich wünschen. Meistens also irgendeine Form von Nudeln mit Fleisch. Aber gestern entschieden sie sich für Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Gurke.

Jahrelang kannte ich diese nur zubereitet von dem netten Käptain mit Rauschebart. Dabei kann man sie sehr leicht selber machen – und erlebt beim Essen ein wahres Erweckungserlebnis.

Zehn Minuten mehr Arbeit

paniertes Fischfilet

Wildlachs eignet sich gut.

Sehr gut eignet sich tiefgekühlter Wildlachs. Den lasse ich antauen und schneide ihn in Streifen, etwa ein Zentimeter breit, vier Zentimeter lang. Fischstäbchenform eben. Die tauche ich nacheinander in Mehl mit nicht zu wenig Salz und einem Hauch Pfeffer, verquirltes Ei und zuletzt Semmelbröseln. Zehn Minuten mehr Arbeit als beim Fertiggericht. Das war’s. Dann brät man sie genauso wie die fertigen Fischstäbchen. Nur dass sie eben viiiiiieeel besser schmecken. Wirklich!

Pralinen

Sie sehen aus wie barocke Prinzessinnen: Die Pralinen aus dem Hause Sama-Sama, in der Westenrieder Straße hinterm Viktualienmarkt. Ich finde sie wunderschön anzuschauen: Manche sind mit Gold bestäubt, andere tragen ein Hütchen aus Schokolade, andere schmücken sich mit Perlen oder kandierten Blüten. Zartes Pistaziengrün, blaßblau und kaffeebraun. Aber wie das so ist mit stark aufgerüschten Prinzessinnen: Nicht jede hält, was sie auf den ersten Blick verspricht. Manche sind etwas zu üppig, beinahe ordinär. Andere verunsichern mit eigenartigem Innenleben: Mitunter finden sich sogar getrocknete Früchte unter der schokoladig glänzenden Hülle.

Fazit:
Wirklich gern mochte ich die mächtige Nougat- und die zartrose Kirschkreation (auch wenn ich sie für Pralinen irgendwie eine Nummer zu groß fand). Die anderen waren geschmacklich nicht ganz mein Fall – aber außergewöhnlich hübsch anzusehen, ja, das waren sie alle!

Leon
Das Kochbuch „Leon. Natürlich Fast Food“ lag heuter unterm Weihnachtsbaum – es ist zwar nicht mehr brandaktuell (erschien im Sommer 2011) – aber für uns gut geeignet. Denn mit zwei kleinen, hungrigen Kindern bleibt oft wenig Zeit zum Kochen. Heute hab ich das erste Rezept ausprobiert: Gerstencouscous mit Schaftskäse, Gurke und Granatapfelkernen. Sehr lecker, die Granatapfelkerne verleihen dem (sonst ziemlich normalen) Couscous eine besondere, fruchtige Note. Ich bin schon gespannt, was sich in dem Buch noch so alles findet. Bei Valentinas hat es immerhin das Urteil: „Ein Kochbuch, das zufrieden macht“ erreicht.

Back Camera

Minus fünf Grad und dass um zwölf Uhr Mittags! Zeit für Yotam Ottolenghis „ultimatives Winter-Couscous“ (Mal wieder aus dem Plenty-Kochbuch). Ich wollte das Gericht schon längst mal ausprobieren – aber bei Temperaturen über null Grad war mir nicht nach Couscous mit Kürbis, Kichererbsen, Pastinaken und Karotten. Doch heute passte es. Das besondere an diesem Wintercouscous sind die zahlreichen Gewürze: Ottolenghi würzt nicht nur mit Ingwer, Gelbwurz und Paprika, nein, ganze Anissterne, Zimtstangen und Lorbeerblätter gehören in die Auflaufform. Trotzdem schmeckt das Gericht nicht zu stark nach all den Gewürzen. Besonders gut machen sich die getrockneten Aprikosen darin, die dem Couscous eine fruchtige Note verleihen. Nächstes Mal werde ich die Menge der Früchte verdoppeln. Übrigens, lässt man die Butter weg, ist das Gericht sogar vegan.

Nachtisch per Post

Back Camera

Während ich noch Kürbis klein schnitt, klingelte der Paketbote an der Tür und brachte doch tatsächlich handgemachte Lebkuchen aus dem Fichtelgebirge. Die hatte Gourmetguerilla nämlich letzte Woche verlost – und ich hatte welche gewonnen. Einen besseren Nachtisch hätte ich mir für dieses Winteressen kaum vorstellen können. Ein großes Dankeschön nach Norden!