Zuckerguss im Test: Kleister mit E-Nummern

Fertig-Zuckerguss

Ruiniert den schönsten Kuchen: Fertig-Zuckerguss

Die Lebensmittelindustrie besitzt Phantasie, muss sie auch, schließlich will sie uns Produkte verkaufen, von denen wir nicht einmal wussten, dass wir sie wollen könnten. Foodwatch und die Verbraucherzentralen verraten regemäßig, womit man uns ködern möchte: Mit gestrecktem, gefärbtem Hackfleisch beispielsweise, oder mit teurer Kindermilch aus Magermilchpulver und Maltodextrin, einem Kohlehydratgemisch.


Der Phantasie der Konzerne auf der Spur

Aber solch überflüssige Produkte kann man auch leicht selbst entdecken: Ein Einkauf im Supermarkt genügt. Vieles wird als bequem, gesund oder leicht angepriesen. Grundsätzlich habe ich nichts gegen Convenience Food. Schließlich muss es oft schnell gehen, wenn man zwei kleine, hungrige Kinder hat. Ich kann nicht jedes Mal Gemüse kochen, wenn ich Brühe brauche und bin beispielsweise recht dankbar für Brühwürfel. Aber bei vielem wundere ich mich einfach darüber, wer das warum eigentlich kauft. Für diesen Blog möchte ich mir solche Produkte näher ansehen. Zum Beispiel den Fertig-Zuckerguss aus dem Päckchen.

Wenn jemand einen Kuchen bäckt – und sei es auch nur eine Rührmischung aus dem Packerl – so nimmt er sich Zeit dafür. Einfacher wäre es, den kompletten Kuchen beim Konditor zu besorgen. Dennoch gibt es offenbar einen Markt für Fertig-Zuckerguss. Das wundert mich, denn Puderzucker mit Wasser oder Saft anzurühren dauert etwa genauso lang wie das Zuckerguss-Packet durchzukneten. Dieser Fix-und-Fertig-Zuckerguss muss also irgendeine Besonderheit besitzen. Sonst ergibt seine Existenz keinen Sinn. Doch leider: Ich fand keine. Im Gegenteil.

Aber der Reihe nach: Ich hatte einen Zitronen-Quark-Kuchen gebacken, als das Baby erwachte und um gar keinen Preis von meinem Arm herunter wollte – und ich dachte: Einhändig Kuchen verzieren? Das ist ein Fall für den Fix-und-Fertig-Zuckerguss-Test.

Nix ist fix

Zuckerguss

Jede Menge Zusatzstoffe

Doch, ach! Die Zuckerguss-Paste, die aus dem Päckchen quillt, lässt sich nicht gut verstreichen. Sie klebt am Kuchen fest. Sobald ich einen Hauch zu fest streiche, reißen ganze Bröckchen aus dem Kuchendach heraus. (siehe Foto oben) Aber weniger fest lässt sich das Zeug einfach nicht verteilen. Mit Kind auf dem Arm geht da rein gar nichts… Obendrein reicht die Packung nicht einmal für den ganzen Kuchen. Dafür enthält das Fertigprodukt jede Menge Zusatzstoffe: Verdickungsmittel, Farbstoff, Konservierungsmittel. E-Nummern die kein Mensch essen muss. Der Geschmack des Fertigprodukts reißt es auch nicht heraus: Wasser mit Zucker eben. Hm.

Mein Fazit aus Verbrauchersicht: Nicht bequem, nicht gesund, teurer – das braucht kein Mensch.

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