Erinnerungen aus dem Marmeladentopf

Schmeckt wie früher: Johannisbeer-Marmelade

Wir sind reich. Zumindest theoretisch. Im Bioladen kosten 125 Gramm Johannisbeeren zur Zeit 4 Euro. Und der Strauch im Garten meiner Eltern ist voll von reifen Johannisbeeren. Dick und schwarz schauen sie unter den Blättern hervor. Im letzten Jahr haben wir den Strauch einfach leer gegessen, aber heuer hat sich die Zahl der Beeren verzehnfacht. Mindestens. Zuviel zum Essen. – Praktisch sind so Beeren jedoch schwer zu monetarisieren, schließlich sind sie im Handumdrehen vergammelt. Und hier kommt der Marmeladentopf ins Spiel.

Was für ein Gefummel…

Passierte Johannisbeeren

Passen kaum durchs Sieb…

Bevors ans Einkochen geht, muss geerntet werden. Wir haben den Kindern erzählt, wir spielen jetzt Bauernhof, und jeder gute Bauern erntet seine Früchte selbst. Hat funktioniert. Sie pflückten recht eifrig. Dann begann das Gefummel: Wir mussten die Beeren von den Rispen trennen. Dann haben wir sie püriert und versucht die Matschpampe durch ein Sieb zu passieren… Das Dumme: Die Kerne dieser schwarzen Johannisbeeren sind so geformt, dass sie die Löcher unseres Siebs exakt verschließen. Da tropfte nicht einmal mehr Wasser durch…

Nach der Hälfte der Früchte gab ich auf, füllte das restliche, nicht passierte Püree einfach auch in den Marmeladentopf. Alles in Gelierzucker, Zitronensaft und ein wenig Apfelsaft obendrauf, zehn Minuten gekocht und abgefüllt. Fertig. Das Gute beim Marmeladekochen: Sind die Früchte gut, kann man nichts mehr falsch machen. Sie schmeckt wirklich lecker, fruchtig-säuerlich-süß. Wie früher eben. Hach. Kindheitserinnerungen. Ich hoffe, der Strauch trägt auch nächstes Jahr wieder viele Beeren. Trotz des Gefummels…

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